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- 2026
Richard Steinke im Zweiten Weltkrieg aufgeschrieben nach seinen eigenen Erzählungen
Zeitzeugnisse
In Richard Steinkes Erinnerung und seinen Erzählungen nimmt sein Erleben im Zweiten Weltkrieg einen breiten Raum ein. Die bleibenden körperlichen Schäden seiner schweren Kriegsverwundung begleiteten ihn für den Rest seines Lebens täglich auf Schritt und Tritt und halten nach seinem eigenen Bekunden die Erinnerungen wach. 20 Jahre ist Richard Steinke alt, als er im Herbst 1940 erstmals in seinem Leben von seinem Heimatdorf Schwalingen, von seiner Familie für längere, ungewisse Zeit Abschied nimmt. Aber er geht nicht auf Reisen oder in Stellung auf einem Lehrhof. Richard Steinke nimmt Abschied auf Befehl. Er muss Soldat werden. Seit einem Jahr ist Krieg. In der Wehrmacht wird Richard Steinke zunächst militärisch ausgebildet. Dann, ab Juni 1941, erlebt er den Krieg gegen Russland als Melder seiner Kompanie in vorderster Front. Die Anstrengungen des Vormarsches, die lebensbedrohenden Einsätze haben sich seiner Erinnerung zutiefst eingeprägt. Noch nach 75 Jahren erzählt Richard Steinke präzise, detailreich und ergriffen von dieser Zeit. Er erzählt nicht nur, sondern erlebt mit seinen Sinnen die geschilderten Situationen nach. Richard Steinke klagt in seinen Erzählungen nicht über den Krieg und die Folgen für ihn. Er beklagt sich nicht über die schwierigen Bedingungen und Entbehrungen, unter denen die Soldaten an der Front existieren und kämpfen mussten. Das ist nicht seine Art. Richard Steinke fasst diese durchlebten Tatsachen vieldeutig in seinem Resümee zusammen: „In all dem Unglück hab‘ ich ’ne Masse Glück gehabt.“ Die wesentlichen Zeitabschnitte von Richard Steinkes Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg: - Oktober 1940 bis Mai 1941: militärische Ausbildung, Versetzung zur 30.Division - Juni 1941 bis Oktober 1941: Melder an der Ostfront, 30.Division, Inf.-Reg. 46 - Oktober 1941 bis September 1943: Lazarettaufenthalt - Oktober 1943 bis Februar 1945: Gefangenenbewachung in Grauen - März 1945 bis Mai 1945: Fronteinsatz im Brückenkopf Altdamm/Stettin - Mai 1945 bis Juni 1945: Britischer Kriegsgefangener im Lager Eutin - Juni 1945: Heimkehr
1940-1941
1940-1943
1941-1943
1941-1943
Das Denkmal im Heidedorf Schwalingen